IT-Infrastruktur in Unternehmen

Die IT-Infrastruktur bezeichnet die Gesamtheit der Software, Hardware, Kommunikationsdienste, Räume, Strukturen und Mitarbeiter, die in deinem Unternehmen zur automatisierten Informationsverarbeitung eingesetzt werden. „Infra“ ist Lateinisch für „unterhalb“. Der Begriff „Infrastruktur“ bezeichnet daher einen Aufbau, der unterhalb der IT liegt und ihre Funktionalität ermöglicht. Der Begriff „IT-Infrastruktur“ lässt sich aus zwei unterschiedlichen Perspektiven betrachten.

IT-Infrastruktur aus technischer Perspektive:

Aus technischer Sicht besteht die IT-Infrastruktur aus der Soft- und Hardware sowie baulichen Einrichtungen, die für den Betrieb der Anwendungen genutzt werden.

Der Bereich Software umspannt innerhalb der IT-Infrastruktur nicht nur die Programme, mit denen du und deine Mitarbeiter arbeiten, sondern vor allem auch die Systemsoftware (z.B. Betriebssysteme). Zum Bereich Hardware zählen die Rechentechnik (Server, Computer, Storage-Systeme etc.), sogenannte Peripheriegeräte (Bildschirm, Tastatur, Scanner, Drucker etc.), Geräte zum Betrieb der Hardware (z.B. unterbrechungsfreie Stromversorgungen) und die Netzwerktechnik (Firewalls, Router, Kabel etc.). Die IT-Infrastruktur kann auch bauliche Einrichtungen umfassen, die speziell für den Betrieb der Informationstechnik ausgestattet sind. Das ist in Unternehmen der Fall, die zum Beispiel über ein Rechenzentrum mit spezieller Verkabelung, Klima- und Schutztechnik verfügen.

Diese technische Sicht auf die IT-Infrastruktur wird vor allem im Konzept „Infrastructure as a Service“ (IaaS) repräsentiert.

IT-Infrastruktur aus Perspektive des Informationsmanagements:

Der technische Blickwinkel wird im Informationsmanagement durch personelle und institutionelle Gegebenheiten erweitert. So gehören aus dieser Perspektive auch organisatorische Strukturen (IT-Abteilung, IT-Lenkungsausschuss etc.) sowie Normen und Gesetze (Datenschutzrichtlinien etc.) zur IT-Infrastruktur, da sie Einfluss auf ihre technische Umsetzung haben. Die personellen Faktoren umfassen die Anzahl und das Wissen der Mitarbeiter (Techniker, Administratoren, Schulungsleiter etc.), welche die Planung, den Betrieb und die Wartung der IT-Infrastruktur verantworten sollen.

Aus Sicht des Informationsmanagements ist die IT-Infrastruktur auch unter dem Begriff „Informationsinfrastruktur“ bekannt.

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