Die Internationale Fernmeldeunion (International Telecommunication Union, Abkürzung: ITU) ist eine Sonderorganisation der Vereinten Nationen und wichtige Triebfeder bei der weltweit zusammenhängenden Entwicklung der Telekommunikation und der Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT). Die ITU wurde 1865 gegründet und hat ihren Hauptsitz in Genf. Sie ist somit die älteste zwischenstaatliche Organisation im Bereich der technischen Zusammenarbeit. Die ITU beschäftigt sich hauptsächlich mit dem Fernmeldewesen und fördert dessen Fortschritt. Ihr Ziel ist es, die internationale Zusammenarbeit im Nachrichtenwesen abzustimmen und zu verbessern. Außerdem versucht sie, die digitale Kluft zwischen Industriestaaten und Entwicklungsländern zu verkleinern. Ein weiteres Aufgabengebiet ist die Verwaltung des Funkfrequenzspektrums und der Satelliten-Orbitalpositionen. Die Internationale Fernmeldeunion hat 193 Mitgliedsstaaten und außerdem zahlreiche nichtstaatliche Mitglieder. Mehr als 700 NGOs, Universitäten und Unternehmen haben sich der Organisation angeschlossen.

Die ITU ist in drei Tätigkeitsbereiche unterteilt:

  • Funksektor: Ziel ist es, eine rationelle, gerechte und wirtschaftliche Nutzung des Funkfrequenzspektrums aller Funkdienste zu erreichen
  • Sektor für Telekommunikationsnormung: Erarbeitung internationaler Normen für die Standardisierung im Fernmeldewesen (ITU-T-Standards)
  • Sektor für Telekommunikationsentwicklung: Förderung internationaler Zusammenarbeit und Solidarität durch technische Hilfe in Entwicklungsländern

Alle vier Jahre findet eine Weltfunkkonferenz statt, bei der unter anderem die Vollzugsordnung für den Funkdienst (VO-Funk, engl. Radio Regulations) aktualisiert wird. Diese ist die wichtigste Instanz zur Wahrung einer zweckmäßigen und störungsfreien Nutzung des internationalen Funkfrequenzspektrums.

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